15 Juni 2006

"Toooor, Tooor, I werd' narrisch !"

Erlösung in der 90.Minute
Ein Tor wie ein kühlender Sommerregen





Drückend warmer, doch lange ersehnter Sommertag geht zu Ende. Bei der Arbeit schon das vom Arbeitgeber (Mit-Hauptsponsor) gestellte und sogar gewünschte WM-Trikot statt Unternehmens-Bekleidung getragen.

Nach der etwas enttäuschenden 1. Halbzeit zur Kultur-Brauerei aufgemacht. Die Straßen auf dem Weg erstaunlich ruhig. Ok, gar nicht so erstaunlich.
Macht halt doch mehr Spaß, wenn die Menge mitgeht, klatscht, ohht und schließlich jubelt.


Wie am Sonntag schon im Pfefferberg am Senefelder Platz- den ich WMgartenmäßig einen tick gemütlicher finde. Dort war's auch, dass mir bei verhältnismäßig kleiner Leinwand als hinzu gekommener bewusst wurde, dass ich -1,0 Dioptrien nicht dauerhaft ignorieren werden kann (2 zu ...was? wer führt denn eigentlich?)

Dafür hat's rund um die Kulturbrauerei -radioeins sei Dank- sogar drei Leinwände. Eine mit Beamer sowie zwei in nahezu gleißender LED Technik (wer nächtens schon einmal zwinkernd vor Berliner Ampeln stand, weiß was ich meine)
- da braucht man fast 'ne Sonnenbrille. Dafür ist dann aber auch jedes Detail überpräsent.

Auch hier: zurückhaltende Polizei Präsenz und leidenschaftliche, doch freundliche Stimmung.

Tipp also: gleich die Leinwände im bezahlten (?) Bereich aufsuchen, das bessere Bild lohnt es.

Die immer gleiche Bratwurst oder Nackensteak heute mal ausgeschlagen, nach zwei gut eingeschenkten Pilsen dann zum Fahrrad zurück.
Gewandeltes Bild, volle Straßen, flaggen gewandte Passanten, hupende Automassen (jo is' denn heit scho' Viertelfinale' ?).

Fazit: Mein Vater wäre Jahrzehnte nach der an mir versuchten und gescheiterten Fußball Konditionierung doch irgendwie stolz auf mich. Konnte ich allerdings nicht feststellen: Als ich ihn nach dem Schlusspfiff anrief war er vom Spiel noch ganz neben sich. Das wäre jetzt ganz schlecht, er müsse nochmal die Spielzusammenfassung sehen. Bis bald...